Dokumentationspflicht und Aufbewahrungsfristen für Ärzte

Ärzte sind verpflichtet, die Behandlung ihrer Patienten korrekt zu dokumentieren. Die Grundsätze der Dokumentationspflicht und die Aufbewahrungspflichten sind u. a. im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt. Dazu heißt es in § 630f BGB, dass der Arzt die Patientenakte für die Dauer von zehn Jahren nach Abschluss der Behandlung aufzubewahren hat, soweit nicht nach anderen Vorschriften andere Aufbewahrungsfristen gelten. Ebenso schreiben der Bundesmantelvertrag – Ärzte (BMV-Ä) und die Berufsordnung eine zehnjährige Aufbewahrungsfrist vor.
Der Arzt kann also davon ausgehen, dass er im Zweifel grundsätzlich alle Unterlagen mindestens zehn Jahre lang aufbewahren muss. Findet eine Behandlung beispielsweise im Jahr 2020 statt, kann er die hierzu erfolgte Dokumentation mit Ablauf des Jahres 2030 vernichten oder löschen. Sofern die Aufzeichnungen elektronisch dokumentiert worden sind, muss der Vertragsarzt dafür sorgen, dass sie innerhalb der Aufbewahrungszeit zur Verfügung gestellt werden können. Er muss die Daten also entsprechend sichern.
Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein hat dazu einen ausführlichen Beitrag auf ihrer Webseite, die entsprechende Anhaltspunkte für die Praxisführung und die Dokumentenverwaltung gibt.
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