Zahlt die Versicherung für Betriebsunterbrechung für den Umsatzausfall?

Zahlt die Versicherung für Betriebsunterbrechung für den Umsatzausfall, der durch das Corona-Virus verursacht wurde? Genau das ist aktuell die Frage vieler Unternehmer.
Zerstörte Ware oder eine kaputte Maschine bringen im schlimmsten Fall die Produktion zum Stillstand. Dabei laufen die Kosten weiter und die Umsätze bleiben aus. Die Ertragsausfallversicherungen ersetzen dann entgangenen Betriebsgewinn und Fixkosten einschließlich Gehälter, Löhne und Provisionen und sichern den Betrieb gegen Schäden wie Sturm, Hagel und Feuer. Die gängigen Versicherungsbedingungen setzen aber in der Regel voraus, dass die Betriebsunterbrechung auf einen Sachschaden durch eine versicherte Gefahr zurückzuführen ist. Eine Epidemie, ausgelöst durch einen Virus löst aber keinen Sachschaden von Gegenständen oder Gebäuden aus, die versichert sind.
Anders als die klassische Betriebsunterbrechungsversicherung, die nur Sachwerte mit Katastrophen in Verbindung bringt, gibt es Betriebsschließungsversicherungen bei behördlich angeordneter Betriebsschließung nach Infektionsschutzgesetz, bei denen ein umfangreicher Schadensersatz möglich ist. Ob im konkreten Fall der Corona-Virus als versicherte Gefahr gilt, muss grundsätzlich immer aus den Allgemeinen Versicherungsbedingungen entnommen werden. Da die Versicherungsbedingungen der einzelnen Versicherungsverträge aus dem Jahr des Abschlusses des Vertrages stammen und damit oft schon älteren Datums sein können, lohnt sich eine kritische Überprüfung der Bedingungen.