Globale Lieferketten: EU will Sorgfaltspflicht von Unternehmen gesetzlich verankern

Nur jedes dritte Unternehmen in der EU prüft seine globalen Lieferketten sorgfältig mit Blick auf Menschenrechte und Umweltauswirkungen. Die EU-Kommission will deshalb die Arbeitsbedingungen und Sozialstandards in den Lieferketten verbessern. Da freiwillige Verpflichtungen der Unternehmen zur Sorgfaltspflicht in Drittstaaten nicht zur Norm geworden sind, will die Kommission im nächsten Jahr Gesetzesvorhaben einleiten, damit global operierende Unternehmen aus Europa auch entlang ihrer Lieferketten und an ihren Produktionsstandorten außerhalb Europas Verantwortung übernehmen.
Konkrete Gesetzesvorschläge sollen im kommenden Jahr zum Unternehmensrecht folgen. Es ist klar, dass sich auch die Vorstände um die langfristigen Interessen der Unternehmen kümmern müssen.  Der zweite Teil der Gesetzesinitiative bezieht sich auf die Sorgfaltspflicht in den Lieferketten mit den Regeln zu sozialen Fragen, Umweltauswirkungen und Menschenrechten. Das Lieferkettengesetz soll sowohl zivilrechtliche, als auch strafrechtliche Auswirkungen haben. 
Quelle: EU-Kommission, PM